Der passende Hochdachkombi für den Minicamper Ausbau

von | 18.11.2018 | 0 Kommentare

Im Herbst 2017 hatte ich wieder die Idee eines selbst ausgebauten Minicampers im Kopf. Selbstausbau schon aus dem Grund, weil ich als Heimwerker Spaß an DIY-Projekten habe.  Zum anderen war das Jahr im Job recht stressig und ich musste irgendwie den Kopf wieder frei von Arbeitsthemen bekommen. Da helfen mir meine Bauprojekte, da ich so auf unterschiedliche Weise abgelenkt und motiviert werde. Es war also Zeit, sich mit dem Thema intensiver auseinanderzusetzen und sich Gedanken zum passenden Fahrzeug zu machen. Der Zeitpunkt für ein neues Fahrzeug war auch passend. Unser alter Hyundai kam mit 150.000 km so allmählich an die Grenze der „wartungsfreien“ Zeit. Und durch die Diesel-Diskussion wollte ich als Hamburg-Pendler auch schon mal Vorkehrungen treffen. Auch wenn letzteres das unwichtigste Argument war.

Echter Van oder doch eher ein Mini-Van?

Wenn man auf Instagram #Vanlife eingibt, dann erhält man tausende von inspirierenden Ideen, was man alles machen kann. Wir wollen aber weder in unserem Camper leben noch wochenlang reisen. Daher musste es kein Transporter in Sprintergröße sein. Auch wenn die räumlichen Möglichkeiten schon verlockend sind. Ein Van im „Bulli-Format“ kam schon eher in Frage. Denn zwei wesentliche Kriterien standen fest: Er muss in unseren Carport passen (Höhe) und er sollte alltagstauglich sein (Berufspendler). Aus Budgetgründen wäre daher eher ein alter Gebrauchter in Frage gekommen. Aber darauf hatte ich ehrlich gesagt auch keinen Bock. Also wurde das Feld auf das Segment „Hochdachkombi“ eingeschränkt. Auch dazu findet man im Netz total viele Beispiele, was man mit so wenig Platz alles machen kann. Und hier gibt es ein paar spannende Fahrzeuge zur Auswahl. Vom eher hochpreisigen VW Caddy, über Citroen Berlingo und Renault Kangoo bis zum Dacia Dokker.

And the winner is: Dacia Dokker Stepway Celebration

Ich bin kein Autojunkie. Ein Auto ist für mich Mittel zum Zweck. Fortbewegungsmittel und Lastenkarre. Daher brauche ich keinen Stern auf der Haube und bin auch nicht bereit für etwas Teppich am Holm unnötige Aufpreise zu bezahlen. Als Marketing-Mensch weiß ich, dass sehr viel Preis in der Marke steckt. Muss ich aber nicht immer haben. Und schon gar nicht bei einem Auto. Also wurde rumgerechnet, in Foren (z.B. Dacianer.de) gelesen und gegrübelt. Entschieden habe ich mich schlussendlich für das Stepway Celebration Sondermodell eines Dacia Dokkers (Herstellerseite). Frei nach dem Werbeclaim: Ein Statussymbol für Leute, die kein Statussymbol benötigen.

Details zum Dokker kann man im Web nachlesen. Mich hat letzten Endes das Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Mit dem Stepway Sondermodell habe ich einen schicken Hochdachkombi im Format eines VW Caddys. Und für knapp 16.000 € einen Neuwagen mit 5 Jahren Garantie bis 100.000 km, einen 115 PS starken Benziner, ausreichend Platz und mit Gimmicks wie Start-Stop-Automatik, Sitzheizung, Klimaanlage, Multimedia System mit Bluetooth Streaming und Freisprechanlage, Rückfahrkamera und Tempomat. Mehr braucht man eigentlich nicht. Im Preisvergleich mit einem vergleichbar ausgestatteten Caddy habe ich damit gut 6-8.000 Euro gespart. Klar, man sieht wo Dacia spart. Ich wollte das beim Kauf gesparte Geld aber lieber in sinnvolles Zubehör und in den späteren Ausbau stecken.

Da man von Dacia ja schon vieles gehört und gelesen hat, wollte ich zumindest noch mal eine Probefahrt machen bevor ich mich tatsächlich auf das Experiment „Billigheimer“ einlasse. Technisch steckt im aktuellen Dokker nahezu das gleiche wie in einem Kangoo – und teilweise sogar im Mercedes Citan. Ich könnte als auch fast einen Mercedes fahren. Die Probefahrt war für mich absolut überzeugend. Kein Gefühl von billig beim fahren. Ein spritziger Motor, angenehm leise im Innenraum und problemloses Musikstreaming mit einem ordentlichen Sound. Die Sitze waren auch bequem. Und der Rest? Das wird sich zeigen müssen. Ich habe den Wagen dann Ende Oktober 2017 bestellt. Mit angekündigter Lieferzeit von 5-6 (!) Monaten kam er dann tatsächlich Anfang April und seit Mitte April fahren wir tatsächlich einen Dacia Dokker.

Die ersten Investitionen gingen dann in eine Anhängerkupplung von MVG und Träger von Thule. Die Hängerkupplung habe ich über einen MVG-Vertragspartner montieren lassen (einen Mitshubishi Händler), was rund 300 € günstiger war als beim Dacia Vertragshändler. Den Thule Dachträger und den Heckträger habe ich im Internet bestellt. Diese werde ich separat beschreiben.

Mein bisheriges Fazit zum Dacia Dokker

Nach mittlerweile sechs Monaten und knapp 11.000 km bin ich voll zufrieden. Der Dokker fährt sich sehr angenehm. Auch auf längeren Strecken, Wir waren damit dieses Jahr mit Fahrrädern in der Eifel und in Holland und mit unseren Kajaks und einer Freundin im Sommer Paddeln in Meck-Pomm. Hat alles wunderbar geklappt und es gibt bisher rein gar nichts zu meckern. Trotz „Schrankwand“ Format braucht der Dokker nur rund 7,2 Liter. Das ist akzeptabel. Natürlich muss sich der Dacia jetzt im Langzeittest bewähren. Aber da mache ich mir erst einmal keine Sorgen. Ich fahre ja eigentlich einen Mercedes 🙂

Mittlerweile habe ich auch mit dem Ausbau begonnen. Darüber berichte ich demnächst auch hier im Blog. Mein Ziel ist, zum Start der nächsten Saison die Option „Schlafen im Auto“ zu haben.