Jahreswechsel mal anders – Wohnmobil-Wochenende auf Fehmarn

von | 15.02.2020 | 4 Kommentare

Zum Jahreswechsel 2019/2020 wollten Heike und ich mal etwas anderes machen. Wir hatten nicht so wirklich Lust auf „Party“ oder einen TV- oder Film-Marathon bis es endlich Mitternacht ist. Und da wir immer wieder mal über ein eigenes Wohnmobil sinnieren oder uns zumindest Urlaub in einem gemieteten Womo vorstellen können, haben wir kurzerhand den Plan gefast Silvester im Wohnmobil zu verbringen!

Zuerst war es nur die Idee, ein Wohnmobil zu mieten und dann einfach an die Ostseeküste zu fahren. Da wir in 2019 einen Landvergnügen-Führer gekauft hatten, wollten wir einfach ein paar Stellplätze darüber suchen. Das Problem bei solchen Angeboten ist aber oft, dass sie entweder nicht direkt an der Küste liegen oder den Jahreswechsel selbst in Ruhe verbringen wollen. Letzteres ist absolut nachvollziehbar 🙂

Also habe ich weiter gesucht und bin auf Caramaps gestoßen. Caramaps ist letzten Endes ein Verzeichnis von Campingplätzen. Aber mit dem Vorteil, dass man über die App sehr einfach Stellplätze finden kann, die andere Wohnmobilisten schon mal besucht und bestenfalls sogar bewertet haben. Über Caramaps habe ich dann ein paar nette Plätze gefunden. Unter anderem auf Fehmarn, was in der Zwischenzeit etwas in unseren Fokus gerückt war. Die Insel liegt nur gut 2,5 Stunden von uns entfernt und wir waren noch nicht dort. Das grobe Ziel stand also fest, fehlte nur noch ein passendes Wohnmobil.

Ein Cosy Camper von Vantopia

Screenshot Vantopia Webseite

Irgendwann mal durch Norwegen touren. Das ist noch so ein Traum den ich habe. Dafür ist natürlich unser Dokker nicht wirklich geeignet. Oder sagen wir besser: Aus dem Alter sind wir raus. Wir sind beim Schlafen zu Hause viel Platz gewöhnt. Und wenn Urlaub, dann gehört guter Schlaf nun mal für uns dazu. Also war eine Vorgabe bei der Auswahl des passenden Vans, dass getrennte Schlafmöglichkeiten zur Verfügung stehen. Ob Kastenwagen oder Teilintegriert war uns dann nicht so wichtig. Wichtiger war mir, dass ich den Wagen recht einfach abholen und zurückbringen konnte. Und so bin ich bei meiner Recherche auf das noch recht junge Unternehmen Vantopia gestoßen. Gegründet erst Anfang 2019 von zwei sehr sympatischen jungen Menschen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, anderen Menschen „Camping“ auf eine andere, einfache, unabhängige und gemütliche Art näher zu bringen. So entstand die Vantopia Lifestyle Campervermietung in Hamburg.

Was mir bei den Angeboten von Larissa und Bastian sofort total gut gefallen hat, war die Tatsache, dass sie keine Fahrzeuge von der Stange vermieten. Es sind eher die vielen kleinen liebevollen Details, die einem auf der Webseite ins Auge fallen. Und die in den Fahrzeugen dann den kleinen Unterschied machen. Wir haben uns dann für den Traveler entschieden. Einen Hymercar Van auf Basis Fiat Ducato. Aber für uns sehr wichtig: Mit zwei Schlafmöglichkeiten! Einmal das normale Bett im Fahrzeugheck und zusätzlich das Aufstelldach. Für mich das perfekte Setup. Und so haben wir den Traveler für drei Tage über den Jahreswechsel 2019/2020 bei Vantopia gemietet und sind damit nach Fehmarn gefahren.

Tag 1 – Presen im Nord-Osten der Insel

Nachdem ich den Traveler in Hamburg S-Bahn nah in Empfang genommen hatte, fuhr ich zurück nach Hause, wo wir dann schnell unsere wenigen Habseligkeiten eingepackt haben. Da der Van mit allem Notwendigen ausgestattet ist, haben wir nur Proviant und Klamotten eingepackt. Am ersten Abend wollten wir grillen und für den zweiten Abend sollte dann die Indoor-Küche getestet werden.

Über Kiel und die Hohwachter Bucht sind wir dann an der Ostsee entlang nach Fehmarn gefahren. Für die erste Nacht hatte ich mir in der Nähe von Presen zwei Plätze ausgesucht, an denen man frei stehen kann. Am ersten Platz angekommen, merkten wir aber schnell, dass trotz der Jahreszeit „frei stehen“ auf viele Camper anziehend wirkt. Der kleine Platz war dann mit ein paar Bullis und zahlreichen Anglern belegt. Da war es uns definitiv zu rummelig. Mal ganz davon abgesehen, dass der Platz zwar direkt am Strand, aber auch direkt an einem Windpark liegt. Nicht ganz so unsere erste Wahl.

Also sind wir an den Strandparkplatz in Presen gefahren. Der Platz ist öffentlich zugänglich und verfügt auch über ein Sanitärgebäude. Das hätten wir zwar nicht benötigt, da der Van mit Dusche und WC ausgestattet ist, aber grundsätzlich fanden wir das schon mal gut. als wir dort angekommen sind, waren auch schon ein paar Autos von Spaziergängern dort. Aber eben noch keine Camper. Die sollten erst im Laufe des Abends kommen.

Ein wichtiger Hinweis für die Camper an dieser Stelle: Der Platz ist grundsätzlich mit einer Höhenkontrolle versehen. Diese scheint aber nur in der Hauptsaison genutzt zu werden, um das Wildcampen etwas einzugrenzen. Es steht zwar nirgendwo, dass man dort nicht über Nacht stehen darf. Aber hätten Offizielle die Schranke geschlossen, wären wir mit unserem Van definitiv nicht mehr vom Platz gekommen. Im Winter scheint man da aber ein Auge zuzudrücken.

Der Platz ist sehr schön gelegen und besitzt einen unmittelbaren Strandzugang. Im Sommer sicher auch sehr nett. Im Winter aber ruhiger und man kann sowohl am Strand längs laufen oder oben auf dem Deich entlang. Wir hatten mit dem Wetter echt Glück. Zwei Tage Sonnenschein, blauer Himmel und Temperaturen von rund 5 °C. Nur der Wind war sehr heftig. Das haben wir auch in der Nacht gemerkt. Denn auch der Platz in Presen liegt nah an einem Windpark. Und bei unseren Windverhältnissen war das schon deutlich zu hören. Sowohl das „Flap-Flap“ der Rotoren als auch das generelle Rauschen des Windes in der Anlage. Für eine Nacht war das okay. Aber für uns war klar, dass wir dauerhaft auf keinen Fall in der Nähe solcher Anlagen leben wollten.

Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein hat auch seine Schattenseiten. Und die sieht man auf den Inseln und an der Küste sehr deutlich. Man macht kaum ein Foto, auf dem nicht irgendwo ein Windrad zu sehen ist. Entweder direkt an Land oder weiter draußen in den Offshore-Anlagen.

Tag 2 – Wulfen im Süden

Für die Silvesternacht hatten wir den Plan gefasst, auf den Campingplatz am Wulfenerhals zu fahren. Die Idee war es, dort entspannt am Strand zu sitzen und das angekündigte Feuerwerk auf der gegenüberliegenden Buchtseite am Südstrand zu beobachten. Da man auf dem Campingplatz nur ab 3 Nächten reservieren kann, wollten wir spontan schauen, was geht. Wir hatten dann auch Glück und haben einen der letzten (!) Standplätze mit Strom und Wasseranschluss erhalten. Da war ganz schön was los. Wintercamping scheint auf Fehmarn sehr beliebt zu sein. Zumindest über den Jahreswechsel. Unser „Randplatz“ sollte sich aber später als Glück für uns erweisen.

Da auch am 31.12. tolles Wetter war sind wir tagsüber erst mal am Strand spazieren gegangen. Vom Campingplatz aus kann man gemütlich an der Steilküste in Richtung Fehmarnsund-Brücke entlang laufen. Dort sind zahlreiche Infotafeln aufgestellt, da diese Sandküste den Seeschwalben als Brutstätte dient. Traurig ist es allerdings, dass es immer wieder Idioten gibt (sorry), die meinen, sie müssten ihre Namen in den Sand ritzen. Dass sie damit die empfindlichen Vögel stören und das sensible Sandkonstrukt massiv beeinträchtigen, stört sie nicht. Am Nachmittag habe ich mich dann noch mal rund zwei Stunden auf die Lauer gelegt, um ein paar schöne Sonnenuntergangsmotive zu schießen. Dafür war das das wetter einfach perfekt. Und da die meisten ihren Silvesterabend vorbereiten wollten, waren auch nicht allzu viele Menschen am Strand unterwegs. Die paar Wenigen, haben mir schöne Details auf den Fotos beschert.

Unseren Silversterabend haben wir dann ganz spontan gestaltet. Der ursprüngliche Plan war ja, dass wir uns an den Strand setzen und das Feuerwerk beobachten. Dafür hatte ich extra meinen Skotti-Grill und Feuerholz dabei, um ein kleines Lagefeuer machen zu können. Da wir es uns in unserem Cosy Camper aber so gemütlich gemacht hatten – was mit Standheizung auch kein Problem ist – haben wir uns nach dem Essen gar nicht mehr groß aus dem Van bewegt. Wir haben bis kurz vor Mitternacht Karten gespielt und gelesen. Und als es dann draußen allmählich los ging, haben wir uns einfach oben in das Dachzelt gelegt, die seitlichen Fenster aufgemacht und das Feuerwerk von oben aus betrachtet.

Wir vorhin kurz angedeutet war unser Stellplatz dafür perfekt geeignet. Wir standen in zweiter Reihe an der Bucht und hatten somit nahezu freie Sicht über den ganzen Wulfenerhals. So haben wir das Feuerwerk auf der gegenüberliegenden Küste genauso gut gesehen, wie dasjenige der Camper, die am Surfer Einstieg ihre Raketen gen Himmel geschossen haben.  

Ein extra Dank geht an Vantopia – Gutscheinverlosung!

Der Traveler von Larissa und Bastian hat unserem Jahreswechsel das gewisse Extra beschert. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht und war definitiv mal etwas anderes für uns. Das Handling für die Anmietung war super. Sowohl per Mail, Telefon oder persönlich. Ich hatte auch zwischendurch mal angerufen, weil mich ein Plätschern und auslaufendes Wasser irritiert hatte. Dank Bastians Hinweis konnte das Problem dann schnell gelöst werden. Ich hatte bei der Einweisung einfach nicht richtig zugehört und die Zuleitung für das Wasser im Boden aufgedreht. Obwohl Larissa explizit gesagt hatte, da müsse man nichts dran tun 🙂

Für uns war der Trip definitiv ein gelungener Jahresabschluss. Das Wohnmobil-Erlebnis war super und Fehmarn hat uns auch sehr gut gefallen. Da wollen wir definitiv auch im Sommer mal hin. Vielleicht mit unseren Fahrrädern.

Das Extra-Dankeschön geht an dieser Stelle an Vantopia! Da wir eine kleine Rezension unseres Trips geschrieben haben, boten die beiden uns einen Reisegutschein für eine nächste Buchung an. Da wir in 2020 aber schon andere Pläne haben, möchten wir den Gutschein gerne an unsere Leser weitergeben.

150 € Gutschein für Eure Vantopia-Reise

Vantopia Geschenkgutschein

Der Gutschein hat einen Wert von 150 € und ist bis 31.12.2020 gültig. Er kann bei der Buchung über die Webseite von Vantopia eingelöst werden. Und wie kommt Ihr an den Gutschein? Ganz einfach: Schreibt uns bis 29. Februar (ja, wir haben ein Schaltjahr) einen Kommentar, wo ihr gerne mal mit einem Vantopia Van hinfahren wollt. Wir verlosen dann am 1. März unter allen Kommentaren den Gutschein. Also haut in die Tasten und viel Erfolg!

Der glückliche Gewinner des Gutscheins ist Murat B., viel Spaß bei Deinem Trip mit Deiner „besseren Hälfte“ 🙂