Leicht – leichter – ultraleicht

von | 03.02.2014 | 0 Kommentare

Montane Minimus Jacket beim Biken

In letzter Zeit habe ich mich wieder etwas mehr mit Outdoor-Ausrüstung beschäftigt. Zum einen unternehme ich im Mai meine 2. Wildniswandertour in meiner alten Heimat, im Odenwald. Zum anderen finde ich das Thema einer sinnvollen Materialreduktion sehr spannend. Der Hauptgrund ist aber eher der gesundheitliche Effekt, da man mit weniger Ballast auf dem Rücken einfach leichter und vermutlich schmerzfreier laufen kann. Auf meiner ersten WW-Tour im Oberen Donautal im Juni 2013 – damals habe ich meinen Namensvetter Matthias Blaß von Wildniswandern kennengelernt – zeigte mir mein Körper doch recht schnell die Grenzen auf. Nicht dass mich die drei Tage Dauerregen (man erinnere sich an das Hochwasser im letzten Jahr) zu sehr belastet hätten. Dagegen war ich mit meiner vorhandenen Ausrüstung recht gut gewappnet. Es waren eher der Rücken und meine Hüfte, die mir zu schaffen machten.

Es waren ja „nur“ drei Tage und das Team von WW hat uns mit Packlisten und Materialtipps bestens versorgt. Dennoch war ich als WW-Neuling doch etwas übereifrig und hatte natürlich viel zu viel „Zeugs“ mit. Stolze 16 Kilo wog mein alter Jack Wolfskin 70-Liter Rucksack, den ich mir Anfang der 90’er für einen USA-Trip gekauft hatte. Und mit der unter den Mitstreitern aufgeteilten Gruppenausrüstung waren es bestimmt noch mal ein Kilo mehr. 17 Kilo sind ja nichts – wenn man nur mal eine Stunde gerade aus läuft. Aber ich hatte schon nach den ersten paar hundert Metern Steigungen so ein schmerzhaftes Drücken und Ziehen in den Hüften. Und das lag nicht am unbequemen Hüftgurt.

Für die Odenwald-Tour Anfang Mai ist mein Plan daher, es mal mit viel weniger Ausrüstung zu versuchen. Ich will versuchen alles in meinen Deuter Pace 30 Rucksack zu bringen. Schließlich sind es nur 2,5 Tage. Da braucht man nun wirklich nicht so viel Ausrüstung! Und außerdem stehen noch ein paar andere Ausrüstungsgegenstände auf der Wunschliste. Da muss ein neuer, leichter Rucksack erst mal warten. Obwohl ich da auch schon ein paar Objekte der Begierde aus dem Ultraleichtsegment ins Auge gefasst habe. Ein Ultraleicht-Gear habe ich sogar schon gekauft. Zwar bevor ich mich mit dem Thema genauer befasst hatte, aber das macht ja nichts. Das Montane Minimus Jacket, das Axel hier auf Outdoorseite.de bespricht, hat mir ein Mitwanderer auf der Donautour empfohlen. Und da ich mir eine atmungsaktive Regenjacke kaufen wollte, die ich auch zum Laufen und Biken nutzen kann, habe ich mir die Montane in fiesem Neongrün gekauft. Und die ersten Monate mit dem Teil waren sehr angenehm.

Die ultraleichte Regenjacke wäre also schon mal vorhanden. Jetzt muss ich nur schauen, wie ich sonst noch Gewicht sparen kann, um mein Reisegepäck im Mai unter die 17 Kilo Marke zu drücken. Das sollte aber auch ohne einen kompletten Ausrüstungswechsel klappen 😉