MiniCamper – Am Anfang steht die Bodenplatte

von | 11.11.2018 | 0 Kommentare

Jedes Haus benötigt ein gutes Fundament. Und die Grundlage des eigentlichen Hauses bildet dann die Bodenplatte. Das ist bei einem MiniCamper nicht anders. Wichtig bei der Bodenplatte ist, dass sie ordentlich montiert wird, denn auf ihr werden die späteren Aufbauten befestigt. Das bedeutet, dass die Materialwahl ebenfalls wichtig ist. Stabilität und ein nicht zu hohes Gewicht sind bei der Wahl ausschlaggebend.

Vorüberlegungen und Material

Ich wollte für meinem Ausbau maximale Flexibilität. Das bedeutete für mich einerseits einen permanenten Ausbau. Aber ich wollte auch in der Lage sein, das ganze wieder in den ursprünglichen Zustand zurückzubauen. Zum Beispiel, wenn der Dokker mal wieder verkauft werden sollte. Oder falls der TÜV sagt, so gibt es keine Abnahme. Dann muss der Ausbau auch schnell demontierbar sein. Für einen einfachen Einbau habe ich mich für eine zweigeteilte Bodenplatte entschieden. Eine einteilige Platte erschien mir einfach zu unhandlich.

Beim Material habe ich mich für Birke-Multiplex entschieden. Das Material ist grundsätzlich nicht allzu schwer aber durch den mehrlagigen Aufbau recht stabil. Für den Boden habe ich eine 15 mm dicke Platte genommen, um eine gute Basis für die spätere Befestigung der Aufbauten zu schaffen. Die Verschraubungen müssen ja auch etwas aushalten. Die Form bzw. die Aussparungen habe ich mit Paketpapier erfasst und auf die Platten übertragen. Die endgültige Form dann mit der Stichsäge ausgeschnitten.

Platz schaffen durch Demontage der hinteren Sitzbank

Glücklicherweise geht der Ausbau der Rückbank beim Dokker sehr einfach. Man muss nur ein paar Schrauben lösen und kann dann die beiden Sitzbankteile von der Stange ziehen und diese zuletzt auch abschrauben. Das geht super fix und das Ergebnis ist eine beinahe ebene Fläche. Die so gewonne Fläche beträgt gut 2,3 m² und bildet eine gute Ausgangslage für eine spätere Liegefläche.

Der Boden des Dokkers ist in der Limousinenvariante gedämmt. Hier muss man nicht mehr viel tun. Bei den Versionen als Lieferwagen hat man blankes Blech als Boden. Da muss man anders vorgehen. Aber für meine Zwecke genügt die Dämmung ab Werk und daher habe ich sowohl den Teppich als auch die im Kofferraum liegende Gummimatte als Basis drin gelassen.

Befestigung der Bodenplatte

Die beiden Bodenplatten wurden dann an den Muffen für die Zurrösen im Kofferraum verschraubt. Durch die Längstrennung der beiden Platten hatte ich so jeweils zwei Fixpunkt in der hinteren Hälfte. Da im vorderen Bereich eine Box quer verschraubt werden sollte, erschien mir das ausreichend für die Stabilität des Gesamtkonstruktes. Ich habe mich für unbehandelte Platten entschieden, da ich auf der späteren „Lauffläche“ PVC-Belag verkleben wollte. Alternativ kann man auch eine Siebdruckplatte nehmen. Die ist beschichtet und damit auch schmutz- und feuchtigkeitsresistent.

Die Zurrösen im Kofferraum kann man einfach herausschrauben. In die Bodenplatte werden die Löcher vorgebohrt, mit dem Senker bearbeitet und dann kann man die Bodenplatten wieder festschrauben. Ich habe mich für M8 Senkschrauben aus Edelstahl entschieden, damit diese einen sauberen Abschluss mit der Platte bilden. Einzige Herausforderung bei der Arbeit war es, die Bohrungen in der Platte exakt über die Muffen im Fahrzeugboden zu setzen. Schließlich sollten die Schrauben ja senkrecht stehen. Aber wenn man von ein paar Fixpunkten aus misst, geht das sehr gut. Und das Ergebnis kann sich dann auch sehen lassen.

Extra Stauraum im Boden

Der eigentlich Fußraum vor der Rücksitzbank ist gegenüber der hinteren Bodenfläche etwa 10-15 cm abgesenkt und bietet sich als extra Stauraum an. Daher habe ich in den vorderen Teil der Bodenplatte zwei einfache Luken mit Deckel gesägt. So kommt man auch von oben später an diese Bereiche. Ich habe dort z.B. Ladekabel, Abschleppseil etc. versteckt. Damit hat man das Zeug immer dabei, es nimmt aber keinen unnötigen Platz ein und ist im Notfall trotzdem erreichbar. Ähnlich kann man auch mit den bisherigen „Trittstufen“ am Einstieg verfahren. Durch die Bodenplatte sind diese auch verdeckt. Aber bei geöffneten Seitentüren kommt man an die Räume dran. Dort habe ich z.B. Müllbeutel und einen kleinen Handfeger immer griffbereit verstaut.