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Schlafen im MiniCamper

von | 26.01.2019 | 0 Kommentare

Bett im MiniCamper

Wie man sich bettet, so liegt man schläft man. Glücklicherweise habe ich einen sehr festen Schlaf und kann auch überall schlafen. Ob das auf einer dünnen Isomatte auf dem Boden im Freien, in einer Hängematte oder eben auf einer bequemen Matratze ist. Trotzdem habe ich auch vor dem Kauf einer passenden Matratze viel im Internet recherchiert und vergleichbare Projekte angeschaut. Letzten Endes muss auch beim Matratzenkauf jeder seiner eigenen Philosophie folgen.

Fertige Klappmatratze oder Einzelkissen auf Maß?

Ich war kurz davor mir Einzelkissen zu kaufen. Also auf meine Einbauelemente angepasste Schaumstoffkissen, die dann mit entsprechenden Bezügen umnäht werden. Der Vorteil bei solchen Kissen ist, dass man sie sprichwörtlich auch als solche nutzen kann. Dann kann man auf den „Bänken“ auch auf Kissen sitzen. Die Idee hatte ihren Charme. Aber ich habe mich aus pragmatischen Gründen doch dagegen entschieden. Denn das „Drinnen sitzen“ soll eher eine Notlösung für schlechtes Wetter sein. Ansonsten sollen die Matratzen nur zum Schlafen genutzt werden. Zum Sitzen haben wir außerdem immer Kissen dabei.

Daher habe ich mich für die „einfachere“ Lösung mit einer Klappmatratze entschieden. Die werden in der Regel meistens als Gästebetten genutzt und es gibt sie in unterschiedlichen Längen, Breiten und Dicken. Für meine Zwecke gab es genau die passende Matratze bei Amazon in den Maßen 120 x 195 x 9 cm. Die Länge ergibt sich aus den drei klappbaren Einzelteilen à 65 cm. Bei nach vorne gedrehten Fahrersitzen passen die 1,90 Meter Länge genau rein. Die letzten 10 cm liegen zwar nicht mehr auf der Kiste auf, aber das tut dem ganzen keinen Abbruch. Die Breite passt genau im Heck zwischen die Seitenverkleidung. Vorne an den Seitentüren fehlen zwar ca. 10 Zentimeter auf jeder Seite, aber man kann hier in der Nacht seine Getränkeflasche abstellen oder einfach die Klamotten ablegen.

Die drei Matratzenteile sind miteinander vernäht. Das mag als Gästebett seinen Sinn haben. Ich habe diese Verbindungen aber durchtrennt und Heike hat die Öffnungen dann wieder vernäht. So haben wir drei einzelne Matratzen, die man viel flexibler tragen und nutzen kann. Die Reißverschlüsse an den Kissen sind so angeordnet, dass man jeden Bezug einzeln entfernen und waschen kann. Was will man also mehr.

Für Heike hätten es zwar gerne ein paar Zentimeter mehr Höhe sein können, da es nur einfacher Schaumstoff ist. Aber für ein bis zwei Nächte genügt das vollkommen. Ich schlafe auf den Matratzen sehr gut 🙂

Ein Thermovorhang als Sichtschutz zur Fahrerkabine

Da die Fenster an den Fahrerseiten und die Windschutzscheibe nicht getönt oder abgedunkelt sind wie die Scheiben im Heck, fällt natürlich Licht ins Fahrzeuginnere. Um das etwas zu optimieren, habe ich einen einfachen Thermovorhang gekauft, der auf einer alten teleskopierbaren Gardienenstange aufgezogen ist. Diese Stange passt perfekt in die beiden Öffnungen in der Karroserie, die normalerweise mit Gummistopfen verschlossen sind. Die Öffnungen sind bauseits für die Montage von Trenngittern zum Laderaum vorgesehen und befinden sich oberhalb der Gurte. Mit der Stange und den beiden Vorhangteilen kann man den „Wohnraum“ gut vom Fahrbereich trenne und erhält so einen Sichtschutz aber auch einen gewissen Thermoeffekt, da der Wohnraum doch etwas besser isoliert ist als der Fahrgastraum.

Nicht perfekt. Aber für meine Zwecke völlig ausreichend wie ich bei der Premierennacht Anfang Februar 2019 im Harz bei ca. – 5° testen konnte. Im Bett war es schön warm. Einziger Nachteil bei geschlossenen Scheiben war die von innen gefrorene Windschutzscheibe. Dieses Problem habe ich in der zweiten Nacht aber durch leichtes Öffnen der Seitenscheibe gelöst. Das wiederum ging gut, da ich an beiden Seitenscheiben Windabweiser montiert habe.

Wie man sich bettet …

Mittlerweile haben wir schon einige Nächste im Dokker geschlafen. Auf unseren Paddeltouren schläft meistens Heike im Auto, da es dort doch ruhiger ist als im Zelt. Wir haben alleine für den ganzen Paddelkram immer ein separates Zelt dabei. Und ich schlafe dann eben im Zelt. Der Dokker hat mir aber schon so manche spontane Schlafgelegenheit geboten. Ob nach der Firmenweihnachtsfeier auf dem Parkplatz oder nach einem Rum-Tasting am Waldrand mit anschließender Wanderung am nächsten Tag. Es funktioniert und wir wollen das künftig auch noch öfter nutzen.

Ein abschließendes Wort zum Thema Ladungssicherung: Die Matratzen sind zwar nicht schwer und richten sicher auch keinen großen Schaden an, wenn sie bei einer Vollbremsung nach vorne fliegen. Um das aber trotzdem bestmöglich zu vermeiden, habe ich mir ein separates „Kofferraumnetz“ gekauft, das ich mittels der Haken und Ösen sehr gut an drei Stellen auf jeder Seite befestigen kann. Das hält sicher keine total schweren Lasten ab. Aber es verhindert im Notfall, dass Kleinteile verrutschen und nach vorne fliegen. Mir gibt das Netz zumindest ein etwas besseres Sicherheitsgefühl.

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